Sommerschnitt bei Apfelbäumen

Ein Apfelbaum im eigenen Garten bietet gleich mehrere Vorteile. Er spendet Schatten und die tägliche gesunde Portion Obst ist zum Greifen nahe. Allerdings sollte sich Ihr Apfelbaum nicht nur gut in die Gartengestaltung eingliedern, sondern auch gut gepflegt werden, damit Sie die Früchte Ihrer Arbeit auch optimal genießen können. Worauf Sie beim Obstbaumschnitt bzw. beim Apfelbaum schneiden achten sollten, welche verschiedenen Apfelsorten es gibt und welche Gartengeräte hilfreich sind, erklären wir Ihnen hier.

Der Baumschnitt: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Zunächst einmal unterscheidet man beim Apfelbaum schneiden zwei Saisons voneinander – den Winterschnitt und den Sommerschnitt. Der Winterschnitt ist insofern einfacher, da zu diesem Zeitpunkt keine Blätter mehr am Apfelbaum hängen und Sie so die Verläufe von Zweigen und Ästen optimal in Augenschein nehmen können. Sollten Sie im Winter aber zu viel Äste Ihres Apfelbaums entfernen, werden Sie dies meist erst im Sommer wahrnehmen und korrigieren können. Generell ist der Sommerschnitt nötig um das starke Wachstum des Apfelbaums zu regulieren und Pilzbefall an Blättern und Äpfel zu vermeiden. Denn durch einen weiten Schnitt wird der Apfelbaum besser belüftet. Suchen Sie dafür nach besonders dichtgewachsenen Stellen in der Baumkrone und Zweigen die nach innen gerichtet sind. Die beste Zeit für den Sommerschnitt liegt im Juli. Für den Schnitt selbst brauchen Sie nicht viele Gartengeräte. Eine Gartenschere für kleine Zweige – und eventuell eine Astschere für dickere Zweige genügen. Entfernen Sie dann die senkrechtwachsenden einjährigen Triebe, die sogenannten „Wasserschosse“.

Bei schwach wachsenden Sorten ist weniger mehr. Hier sollten Sie vor allem die kräftigen Triebe beschneiden, die dünnen Zweige der Krone allerdings nicht anrühren. Achten Sie neben der richtigen Jahreszeit auch darauf, den Apfelbaum am besten nicht bei großer Hitze und Trockenheit zu schneiden und gegebenenfalls anschließend gut zu bewässern. Ein weiterer wichtiger Punkt: Wenn Sie Ihren Apfelbaum schneiden, kontrollieren Sie auch die Anzahl der wachsenden Früchte – und seien Sie nicht zu vorsichtig auch Zweige abzuschneiden an denen Äpfel hängen. Denn durch das Ausdünnen fördern Sie die verbleibenden Früchte. Aber auch zum Schneiden gibt es eine Alternative: Bei Apfelbäumen mit kleiner Krone bzw. flach wachsenden Zweigen empfiehlt es sich, die Zweige vorsichtig Herunterzubinden oder an Gewichte zu binden. So ist ein Abstand der Zweige gegeben und die Wachstumsbedingungen werden verbessert. Um auch bei höheren Apfelbäumen die Äpfel optimal zu ernten, empfiehlt sich ein Apfelpflücker. Mit diesem kommen Sie auch an die hochgelegenen, besonders saftigen Äpfel heran.

Apfelsorten: Apfelbaum ist nicht gleich Apfelbaum

Natürlich gibt es auch verschiede Apfelsorten. Man unterscheidet sie in Sommer-, Herbst- und Winteräpfel. Die meisten Sommeräpfel können direkt nach dem Pflücken verzehrt werden, können aber gegebenenfalls noch etwas sauer sein und nicht sehr lange aufbewahrt werden. Die Herbstäpfel sind meist im September reif. Sie können je nach Sorte zeitnah verzehrt werden oder müssen zunächst eine Zeit lang lagern. Die Vertreter der sogenannten Winteräpfel, müssen meistens mehrere Monate gelagert werden, bevor Sie richtig lecker sind. Das hängt mit der enthaltenen Fruchtsäure zusammen, die die Zeit benötigt um sich abzubauen. Der Vorteil an Winteräpfeln: Sie sind zu einem Zeitpunkt genießbar, während andere Apfelsorten schon lange nicht mehr frisch wären. Die Äpfel, die jetzt erntereif sind, gehören also höchstwahrscheinlich zu den Sommer- oder Herbstäpfeln und dürfen je nach Sorte nicht zu lange aufbewahrt werden, da sie sonst Ihren Geschmack verlieren. Diese Äpfel gehören zu den Tafeläpfeln. Aber wer Äpfel liebt, weiß auch, dass man noch viele andere leckere Dinge aus Äpfeln machen kann. Die Mostäpfel z. B. werden zu Apfelsaft verarbeiten, während die Küchenäpfel perfekt für Apfelkuchen oder Apfelmus sind. Allerdings sind die Übergänge der verschiedenen Apfelsorten fließend. 

Fazit:
Ob Sommer-, Herbst- oder Winteräpfel – alle Sorten haben ihre eigenen Vorteile, aber auch eines gemeinsam: Wenn sie zur richtigen Zeit geerntet und zubereitet werden, sind sie einfach lecker und gesund. Mit der richtigen Pflege Ihres Apfelbaums sorgen Sie für einen gesunden gut wachsenden Baum, eine wunderschöne Gartengestaltung – und eine ausgiebige Ernte auch in der nächsten Saison.