Gartenteich bauen

Eine kleine natürliche Ruheoase im eigenen Garten: Das wird wohl für die meisten Menschen der Grund sein, warum sie sich einen eigenen Gartenteich bauen. Was Sie vor dem Gartenteich bauen beachten müssen können und welche Überlegungen sonst noch zur Gartengestaltung mit eigenem Gartenteich gehören – erklären wir Ihnen hier.

Teich bauen und damit den Garten gestalten:
Welche Arten gibt es?

Vor dem Gartenteich bauen stellt sich die Frage nach der Art des Teichs. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber nicht jede passt zur eigenen Gartengestaltung. Zuerst einmal: Eigentlich sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt, wenn Sie Ihren Gartenteich selber bauen möchten. Ihnen steht ein großer Spielraum aus Formen, Farben und die Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung. Haben Sie schon feste Vorstellungen oder erst ein paar unkonkrete Garten Ideen bzw. DIY Ideen? Möchten Sie z. B. den Teich bepflanzen, mit Fischen besetzen und dazu noch beleuchten? Soll der Teich rechteckig sein oder eine organische Form haben? Viel ist möglich – und auch im Internet finden Sie zu diesem Thema unzählige Gartenteich Ideen.
Aber ein Schritt nach dem anderen: Sie sollten sich zunächst überlegen, welche Art von Teich für Ihre Bedürfnisse geeignet ist – und für Ihren Garten. Haben Sie zum Beispiel einen sehr kleinen Garten, macht ein Schwimmteich wenig Sinn. Grundsätzlich werden Teiche zwischen Fischteichen, Naturteichen und Schwimm- bzw. Badeteichen unterschieden.

Ein Fischteich wird meistens künstlich angelegt. Für diese Art Teich macht es Sinn, einen Platz in der Nähe der Terrasse zu suchen, damit Sie die Fische von dieser aus auch beobachten können. Um die Größe Ihres Teichs zu planen, sollten Sie zunächst überlegen, wie viele und vor allem welche Fische Sie in Ihrem Gartenteich aussetzen möchten. Fragen Sie dazu am besten Ihren Fachhändler. Die Menge und Art der Fische hat wiederum einen Einfluss auf weitere Überlegungen wie z. B. der eingesetzten Filtergröße. Denn auch, wenn es Pflanzen gibt, die als „natürlicher“ Filter fungieren, wird ein strombetriebener Filter ab einer gewissen Fischteichgröße unersetzlich. Die Größe des Filters müssen Sie dann an die Größe des Teichs anpassen.
Es gibt aber auch Teichvarianten ohne Fische. Bei einem sogenannten Naturteich steht der natürliche Charakter im Fokus. Der entsteht durch die Pflanzen am und im Wasser. Deshalb suchen Sie für Naturteiche am besten auch einen sonnigen Platz oder im Halbschatten, damit die Pflanzen gut wachsen und Sie Ihren Teich auch richtig genießen können.

Unser Tipp:
Achten Sie dennoch darauf, dass der Einfluss der Sonneneinstrahlung gegebenenfalls reguliert werden muss z. B. mit Randbepflanzungen und Tiefwasserzonen, da es sonst zur permanenten Aufwärmung des Wassers kommt, die eine starke Algenbildung nach sich zieht.

Auch der Schwimmteich ist eine, wenn auch seltene Teichvariante. Er dient, wie der Name schon sagt eher zur eigenen Abkühlung oder sportlichen Ertüchtigung. Auch er kommt im besten Fall ohne eigene Filteranlage aus, wenn Sie die richtigen Pflanzen am Teichrand zur Regulierung angesiedelt haben.

Unser Tipp:
Wenn Sie nachträglich einen Naturteich oder Schwimmteich in einen Fischteich umwandeln möchten, holen Sie sich auch in diesem Fall vorher genaue Informationen über Menge und Art der Fische ein, die Sie einsetzen möchten. Denn ein Übermaß an Fischen kann dazu führen, dass die Fische die Pflanzen wegfressen, ohne dass sich diese schnell genug nachbilden können. Das hätte im schlimmsten Fall die Zerstörung des Ökosystems Ihres Naturteiches zur Folge.

Was gibt es vor dem Gartenteich bauen noch zu beachten?
Für alle Teicharten gilt, dass der Teich nicht zu nah an Nadel- und Laubbäumen stehen sollte. Diese geben zwar Schatten, führen aber im Herbst dazu, dass viele Nadeln und Blätter im Teich landen. Die Wurzeln führen außerdem dazu, dass der Teich beim Bau schwerer auszuheben ist. Und steht der Teich erst einmal, können die Wurzeln auch nach Jahren noch zu einer Beschädigung der Teichfolie führen. Auch eine ausreichende Wassertiefe spielt eine wichtige Rolle für die Temperaturregulierung. Nicht nur im Sommer, damit sich die Algen nicht zu stark ausbreiten, sondern auch im Winter, damit der Teich den Frost besser verträgt.
Nachdem Sie sich entschieden haben, wie Sie den Teich nutzen wollen und wo er stehen wird, kommt jetzt die Frage, ob Sie einen Folienteich oder Fertigteich bevorzugen. Beide Varianten haben Ihre Vorteile. Der Fertigteich bietet Ihnen eine große Menge an verschiedenen Formen und Größen. Er ist in den meisten Fällen einfacher einzubauen und verspricht eine lange Lebensdauer, wenn er aus Kunststoff ist. Die Anschaffungskosten sind allerdings nicht gerade gering und steigen in der Regel mit der gewünschten Teichgröße. Folienteiche sind grundsätzlich bei gleicher Größe günstiger und geben Ihnen noch individuelleren Spielraum, was die Form betrifft. Ein Folienteich wird zunächst ausgehoben und mit einem Vlies ausgelegt, das zusätzlich die Folie vor dem steinigen Boden schützt. Und das ist auch der Nachteil: Folienteiche sind anfälliger für Verschleiß über die Jahre hinweg. Generell bedeutet eine dickere Folie eine höhere Robustheit, kostet meist aber auch mehr. Und: Der Arbeitsaufwand beim Teich bauen ist nicht zuletzt deshalb höher, weil bei großen Gartenteichen am Ende die Folienbahnen verschweißt werden müssen.

Fazit:
Es gibt viele Arten, Formen und Einsatzgebiete für Teiche. Auch die Kosten sind sehr unterschiedlich. Machen Sie sich deshalb vor dem Bau genau darüber Gedanken, wie viel Budget Sie veranschlagen und wie Sie den Teich nutzen möchten. Und natürlich ob Ihr Garten für einen solchen Bau überhaupt geeignet ist. Haben Sie diese Kriterien für sich bestimmt, steht dem Bau und Ihrem privaten Teichvergnügen und nichts mehr im Wege – egal, ob Sie sich für einen Fisch-, Natur- oder Schwimmteich entscheiden.