Erdbeeren anbauen – Tipps und Ticks für den eigenen Garten

Die eigenen Erdbeeren schmecken immer noch am besten. Allerdings steht vor dem Genuss ein gutes Stück Arbeit. Nach welchen Kriterien Sie ihren persönlichen Lieblingssorte aussuchen können, wie und wann Sie die Erdbeerpflanzen am besten Einpflanzen, wie Sie Erdbeeren anbauen und was es bei der Ernte und Verarbeitung zu beachten gilt, erklären wir Ihnen hier.

Welche Erdbeersorten sind die Richtigen?
Mittlerweile gibt es unzählige verschiedene Erdbeersorten für den heimischen Garten, also Gartenerdbeeren. Sie unterscheiden sich in den Ansprüchen an den vorhandenen Boden, Größe, Aroma und auch Erntezeitpunkt. Generell kann man Erdbeeren nach dem letzten Punkt kategorisieren. So gibt es die frühen Erdbeersorten. Vertreter dieser Gattung sind Lambada, die besonders süß sind und Osterfee, die kaum von Fäulniskrankheiten befallen wird und sehr gesund sind. Allerdings brauchen auch diese Sorten natürlich schon im Frühjahr viel Sonne um auch genießbar zu sein.

Wenn Sie etwas warten können, sollten Sie Sorten für die Sommersaison einsetzen. Sie gelten als die konventionellen Erdbeersorten und sind auf Grund der vielen Sonne auch besonders aromatisch. Zu dieser Spezies gehören Korona-Erdbeeren, die sehr häufig in deutschen Gärten vorkommen, ziemlich süß und relativ haltbar sind. Polka hingegen gelten als extrem ertragreich, benötigen aber viel Feuchtigkeit während der Reifezeit. Senga Sengana gehört auch zu den „Sommererdbeeren“ und hat neben seinem vollen Aroma auch noch den Vorteil sehr robust und widerstandsfähig zu sein.
Und auch späte Sorten gibt es bei den Erdbeeren. Sie sind erntereif im Hochsommer und haben dadurch viel Sonne abbekommen, was sich auch im intensiven Geschmack bemerkbar macht. Eine davon ist die Nerid-Erdbeere, die sehr saftige und resistente Früchte bildet. Die Pandora hingegen besitzt einen sehr eigenen, feinen Geschmack. Die Salsa ist ein gutes Beispiel für eine sehr haltbare Erdbeere.

Wann Erdbeeren pflanzen? – Der richtige Zeitpunkt entscheidet
Genauso wichtig wie der spätere Erntezeitpunkt ist der richtige Moment, in dem Sie die Erdbeeren pflanzen. Idealerweise tun Sie dies schon direkt nach der Ernte, also im August. Wenn Sie aber robuste und starke Pflanzen haben, können Sie diesen Zeitpunkt meist auf März verschieben. Denn die Pflanzen zu spät im vorangegangen Jahr zu setzen, ist auch kontraproduktiv für den Ertrag.
Wichtig für einen guten Wuchs ist die Beschaffenheit des Bodens in Ihrem Garten. Erdbeerpflanzen lieben einen lockeren und nährstoffreichen Boden, optimal mit einem ph-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Am besten setzen Sie die süßen Pflanzen an einen windgeschützten aber nicht windstillen Ort mit viel Sonne aus. Vor dem setzen sollten Sie das Unkraut entfernen und den vorhandenen Mulch unterarbeiten.
Aber wie sollte man Erdbeeren düngen? Optimale Wachstumsvoraussetzungen schaffen Sie mit einer neuen Mulchschicht und einem geeigneten Beerendünger. Alternativ können Sie aber auch Rohkompost nutzen, der wie eine Kombination aus Mulch und Dünger wirkt. Generell sollten zwei Wochen zwischen der Vorbereitung des Beetes und Setzung liegen, damit sich der Boden setzen kann. Wenn Sie mehrere Reihen Erdbeerpflanzen setzen möchten, achten Sie darauf, dass diese etwa einen Abstand von 60 – 90 cm haben und die Pflanzen innerhalb der Reihen von etwa 30 cm. Auch die richtige Tiefe spielt eine Rolle. Pflanzen Sie die Erdbeerpflanze so tief ein, dass der Teil, der in die Wurzeln übergeht, gerade mit Erde bedeckt ist.

Wann die Erdbeerpflanzen am besten Ernten?
Damit die Erdbeeren auch ihr volles Aroma entfalten, müssen die Erdbeerpflanzen auch korrekt behandelt werden. Dabei gilt es einiges zu beachten – von der richtigen Lagerung bis zum optimalen Erntezeitpunkt. Der ist bei den meisten Erdbeeren Mitte Juli, auch wenn die Erdbeeren meist schon im Juli reif werden. Achten Sie beim Erntezeitpunkt auf die Färbung der Früchte. Erst wenn diese knackig rot sind und keine weißgelbe Färbung am Rand aufweisen, sollten Sie zugreifen. Ernten Sie die Früchte zu früh, schmecken Sie meist säuerlich. Sind Sie zu spät dran, können die Erdbeeren schon einen Großteil ihres markanten Geschmacks verloren haben. Ähnlich verhält es sich bei der Witterung des Erntezeitpunkts. Sowohl der Boden, als auch die Erdbeeren selbst sollten trocken sein, da Nässe sich auf das Aroma auswirkt. Aber: Warten Sie auch nicht zu lange – denn zu viel Hitze nach der Reife ist für die Früchte nicht förderlich. Wenn Sie die Erdbeeren ernten, pflücken Sie diese mit ihren grünen Blättern und in einem Stück vom Stiel. Jetzt kommt die Verarbeitung. Am besten genießen oder verarbeiten Sie die Erdbeeren direkt nach dem Pflücken. Ist dies nicht möglich, lagern Sie die Erdbeeren direkt an einem kühlen und luftigen Raum oder im Gemüsefach des Kühlschranks. So halten sich die Früchte meist zwei Tage lang.

Fazit:
Sie haben viel Auswahl an verschiedenen Erdbeersorten, die Sie ganz nach Erntezeit und persönlichem Geschmack auswählen können. Wenn Sie beim Anpflanzen, Ernten und der Verarbeitung ein paar einfache Regeln beachten, können Sie einen sehr langen Zeitraum im Jahr die Früchte Ihrer eigenen Arbeit genießen. Wir wünschen guten Appetit.